Reisbacher Musikanten wieder in Indien

Bereits zum zwölften Mal in Folge wurden die Reisbacher Musikanten mit Johannes Graßl in die südindische Millionenstadt Bangalore eingeladen und sorgten auch in diesem Jahr für eine großartige Stimmung beim bayerischen Oktoberfest.  

Als vor zwölf Jahren eine kleine Gruppe indischer und deutscher Geschäftsleute die Idee hatte, einmalig einen bayerischen Abend im fernen Indien abzuhalten, ahnte damals wohl niemand, dass sich daraus innerhalb weniger Jahre eine der beliebtesten Veranstaltungen in der indischen Metropole Bangalore entwickeln würde.

Ein Hauptgrund für den großen Erfolg dieser Veranstaltung ist sicherlich das Bemühen um eine möglichst originalgetreue Kopie des bayerischen Vorbildes. Wenngleich es anstatt eines Festzeltes zwar der Saal eines Luxushotels ist, vermittelt dieser mit Bierzeltgarnituren und weiß-blauer Dekoration dennoch eine gemütliche bayerische Volksfest-Atmosphäre. Nicht zuletzt aber die original bayerische Blasmusik der Reisbacher Musikanten trägt zum Erfolg des indischen Oktoberfestes bei. Seit zwölf Jahren sind die Reisbacher für die Stimmung verantwortlich und präsentierten neben traditioneller bayerischer Musik deshalb auch eigens einstudierte indische Bollywood-Songs und rockige Klänge zu fortgeschrittener Stunde.

Die indische Kingfisher-Brauerei sowie die Hotelgruppe Taj und auch viele deutsche Unternehmen, die in Bangalore Niederlassungen gegründet haben, wie zum Beispiel Lufthansa, Bosch, SAP oder Mercedes-Benz sorgen dafür, dass durch ihre Unterstützung das Oktoberfest seit zwölf Jahren vollständig aus privaten Mitteln finanziert wird.

Schon im Vorjahr konnte sich der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Ingo Karsten, mit dem Anzapfen des ersten Fasses vertraut machen, so dass er heuer in beinahe geübter Art und Weise mit zwei Schlägen das bayerische Oktoberfest in Indien offiziell eröffnen konnte. Trotz einer Vielzahl von Veranstaltungen während des ganzen Jahres betonte der deutsche Generalkonsul in seiner Begrüßungsrede die herausragende Stellung des bayerischen Oktoberfestes mit seiner großartigen Stimmung und der herzlichen Atmosphäre. Für viele Deutsche, die in Bangalore arbeiten, ist das mittlerweile traditionelle Oktoberfest ein Höhepunkt im Jahreskalender. Weit über tausend Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur füllten den Festsaal bis zum letzten Platz. „Wenngleich ein Oktoberfest mit bayerischer Blasmusik natürlich nur ein sehr kleiner Ausschnitt der bayerischen Kultur ist, trägt diese Veranstaltung doch erheblich dazu bei, ein positives Bild Bayerns und somit auch Deutschlands in Indien zu verbreiten“, so  Generalkonsul Karsten weiter.   

Mittlerweile verbindet die Reisbacher Musikanten mit Indien weit mehr als nur ein jährliches musikalisches Engagement. Im Laufe der Jahre haben sich bei den Gastspielen eine Vielzahl von freundschaftlichen Kontakten zu den deutschen und indischen Besuchern ergeben, die auch außerhalb der Oktoberfestzeit gepflegt werden. Deshalb verwundert es nicht, dass die Organisatoren der Indo-German-Society mit ihrem Vorsitzenden Subrato Haldar auch bereits für das kommende Jahr bei den Reisbacher Musikanten angefragt haben, als „Hauskapelle“ die nächstjährige Auflage des bayerischen Oktoberfestes in Bangalore zu gestalten.

Bayerische Blasmusik in China

Eine einwöchige Reise führte die Reisbacher Musikanten unter der Leitung von Johannes Graßl diesmal an die Ostküste Chinas mit Konzerten in Shanghai und Tongli.

Das „Tor zur Welt“, „Paris des Ostens“ oder die „Perle des Orients“. All diese Beinamen trägt die chinesische Stadt Shanghai völlig zu Recht und fasziniert mit seiner Vielfältigkeit die Besucher aus aller Welt. Auf der einen Seite stehen prächtige traditionelle Bauten. Auf der anderen Seite prägen über 3.500 Hochhäuser die Skyline von Shanghai, denn wo sonst sollten über 18 Millionen Menschen auf einer Fläche von knapp 4.000 km² untergebracht werden.

Bei einer ausführlichen Stadtbesichtigung durften die Musiker aus dem Vilstal sowohl die futuristische Hochhausarchitektur der Millionenstadt als auch die traditionelle chinesische Baukunst kennen lernen. Besonders beeindruckend war hier ein Besuch der buddhistischen Tempelanlage des Jing-Jang-Tempels sowie der historischen Altstadt Shanghais, die anlässlich der Expo im vorigen Jahr aufwendig renoviert wurde. Durchkreuzt wird diese gigantische Stadt vom Fluss Huangpu, an dessen Ufer sich der „Bund“, die Prachtstraße aus der französischen Kolonialzeit präsentiert. Vom Wasser aus konnten bei einer abendlichen Schiffsfahrt entlang des Huangpu die im Lichtermeer erstrahlenden Bauwerke aller Epochen in der „Perle des Orients“ bewundert werden.

Dass die bayerische Blasmusik in vielen Teilen der Welt sehr gerne gehört wird, ist bekannt. Dennoch war es für die Reisbacher Musikanten das erste musikalische Gastspiel in China, weshalb man sehr gespannt auf die Resonanz des chinesischen Publikums war. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Goethe-Institut durfte diese Erfahrung erstmals im Rahmen eines einstündigen Konzertes in einer großen Shopping-Mall im Zentrum Shanghais gemacht werden. Unter großem Medieninteresse wurde die Darbietung der Reisbacher Musikanten von vielen chinesischen Besuchern mit Begeisterung verfolgt. Eine große Überraschung für die Zuhörer war schließlich eine bayerische Version des chinesischen Volksliedes „Mo Li Hua“, in das spontan mit eingestimmt wurde und mit besonders großem Applaus bedacht wurde.

Bereits seit der chinesischen Kaiserzeit ist Shanghai die wichtigste Hafenstadt des Landes und hat sich bis heute zum größten Industriezentrum Chinas entwickelt. Auch sehr viele deutsche Unternehmen haben aufgrund dieser strategisch günstigen Lage hier ihre Niederlassungen gegründet. Entsprechend groß ist mit über 15.000 die Zahl der Deutschen, die in Shanghai leben. Seit 2002 gibt es deshalb für die Kinder dieser Familien eine Deutsche Schule, die mittlerweile zur weltweit größten deutschen Auslandsschule angewachsen ist. Den Höhepunkt des Schuljahresendes bildet dabei traditionell das große Sommerfest mit einem großen Rahmenprogramm, zu dem sich nicht nur die Schüler, sondern die gesamte deutschsprachige Gemeinde Shanghais einfindet. Als besondere Attraktion wurden dazu in diesem Jahr die Reisbacher Musikanten eingeladen. Bei deutschem Volksfestambiente mit Bierbänken und Brotzeiten sorgten die Musiker mit bayerischer Blasmusik für eine gemütliche, heimatliche Stimmung inmitten der chinesischen Metropole Shanghai. Einen besonderen Dank richteten am Ende des Gastspiels der Schulleiter der deutschen Schule sowie die Elternbeiratsvorsitzende an die Reisbacher Musikanten verbunden mit dem Wunsch auf eine mögliche Wiederholung in einem der kommenden Jahre.

Der zweite Teil der Reise führte die Reisbacher in die von Shanghai etwa zwei Fahrstunden entfernte Gartenstadt Suzhou. Obwohl hier über 2 Millionen Einwohnern leben, zählt sie für chinesische Verhältnisse zu den eher kleineren Städten. Für die niederbayerischen Musiker war diese Stadt – die fast doppelt so groß ist wie München – aber dennoch riesig. Einen sehr schönen Ausgleich zum hektischen Treiben in den Millionenstädten Shanghai und Suzhou bot deshalb ein Abstecher in das historische kleine Wasserstädtchen Tongli. Inmitten von fünf Seen gelegen ist die gesamte Stadt von zahlreichen Wasserkanälen durchzogen, an deren Ufer sich die traditionellen Kaufmannshäuser und Residenzen aus der Kaiserzeit reihen. Über 40 Brücken aus verschiedenen Dynastien führen über die Wasserstraßen, die sich mit Booten erkunden lassen. Die Ähnlichkeit zur Lagunenstadt Venedig beschert der historischen Wasserstadt täglich eine große Zahl an Touristen. Eine ganz besondere Ehre war es deshalb für die Reisbacher Musikanten, dass sie vom örtlichen Kulturbüro für ein Konzert auf der traditionellen Opernbühne eingeladen wurden. Viele Besucher trotzten dem regnerischen Wetter und fanden sich am Stadtplatz ein, um die bayerische Blasmusik der weit gereisten Gäste zu verfolgen. Spätestens nach der bayerischen Version des chinesischen Volksliedes „Mo Li Hua“ waren auch hier die Besucher von den Reisbacher Musikanten mehr als angetan. Als schließlich auch zwei chinesische Musiker die Bühne betraten und abwechselnd traditionelle chinesische und bayerische Musik dargeboten wurde, ist deutlich geworden, dass Musik die einzige Weltsprache ist, die nicht übersetzt werden muss und die Menschen verschiedener Kulturen trotz der großen Sprachbarrieren zusammenbringt.

Eine spontane Einladung eines chinesischen Geschäftsmannes zu einer Verlängerung der China-Reise mit weiteren Gastspielen in Peking mussten die Reisbacher Musikanten aus Termingründen leider ausschlagen. Aber möglicherweise kann dies in einem der nächsten Jahre nachgeholt werden, um dann weitere faszinierende Eindrücke im Reich der Mitte sammeln zu dürfen und ein kleines Stück Bayern nach China zu bringen.

Sonderbriefmarke zum Oktoberfest-Jubiläum

Die Reisbacher  Musikanten mit dem Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen, Hartmut Koschyk,  bei der offiziellen Vorstellung der Sonderbriefmarke “200 Jahre Oktoberfest”

Den runden Geburtstag der Münchner Wiesn hat die Deutsche Post zum Anlass genommen,  die Sonderbriefmarke „200 Jahre Oktoberfest“ herauszugeben. Nach dem Entwurf eines Berliner Künstlers zeigt sie passend Münchner Figuren auf einem weiß-blauen Karussell. Der Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums, Hartmut Koschyk, sowie der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon stellten diese Sonderbriefmarke kürzlich in einer Festveranstaltung mit Ehrengästen aus Kultur und Politik im Münchner Hofbräukeller vor. Für die musikalische Umrahmung wurden dazu die Reisbacher Musikanten eingeladen, um auch schon vor dem offiziellen Start der Jubiläums-Wiesn in einer Woche für eine stimmungsvolle, bayerische Oktoberfest-Musik zu sorgen.

Indien 2009

Die Volksfest-Saison in Bayern ist zwar bereits vorüber. Für die Reisbacher Musikanten mit Johannes Graßl stand aber dennoch in diesem Jahr eine weitere große Veranstaltung auf dem Terminkalender. Auch heuer ging es nämlich für die jungen Musiker wieder zum bayerischen Oktoberfest in die indische Millionenstadt Bangalore. Bereits zum neunten Mal veranstaltete die Indo-German-Society diese mittlerweile traditionelle Veranstaltung, bei der die Reisbacher Musikanten jedes Jahr für eine großartige Stimmung sorgen.

Im Jahr 2001 war es als einmaliges Spektakel geplant. Mittlerweile gab es aufgrund der ungebrochenen Beliebtheit jedoch die neunte Auflage des bayerischen Oktoberfestes in der südindischen High-Tech-Stadt Bangalore. Für eine immer größer werdende Zahl von Gästen ist der Oktoberfestabend zu einem festen und lange ersehnten Termin in ihrem Jahreskalender geworden. Mit dem wachsenden Erfolg freut es die Reisbacher Musikanten natürlich umso mehr, dass sie bei diesem Fest mittlerweile als Hauskapelle Jahr für Jahr gebucht werden. Die indische Kingfisher-Brauerei sowie die Hotelgruppe Taj und auch viele deutsche Unternehmen, die in Bangalore Niederlassungen gegründet haben, wie zum Beispiel Lufthansa, Bosch, Daimler oder auch Mann und Hummel, sorgen dafür, dass durch ihre Unterstützung das Oktoberfest vollständig aus privaten Mitteln finanziert werden kann.

Mit über tausend Gästen war der Festsaal des Luxushotels Taj Residency mehr als gefüllt. In ausgelassener Feierlaune konnten sich die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur bei bayerischem Essen und bayerischer Blasmusik im blau-weiß dekorierten Saal wie in einem Bierzelt mitten in Bayern fühlten. Neben der original bayerischen Musik machte unter anderem auch eine Schuhplattler-Gruppe der Reisbacher Musikanten die bayerische Atmosphäre perfekt. Zu späterer Stunde beschränkten sich die niederbayerischen Musiker aber nicht auf die traditionelle Blasmusik sondern heizten den Gästen aus aller Welt mit internationaler Rockmusik kräftig ein. Eine Premiere hatte in diesem Jahr der neue deutsche Generalkonsul Rolf Saligmann, der erst vor wenigen Tagen den Dienst in der deutschen Vertretung angetreten hat. Mit dem Anzapfen des ersten Fasses Bier eröffnete er heuer zum ersten Mal das bayerische Oktoberfest und war sehr angetan von der großartigen Stimmung und der herzlichen Atmosphäre.

Als kleinen Dank überreichte er den Reisbacher Musikanten ein Gastgeschenk für den wunderbaren Abend. Viel zu schnell ging der Oktoberfest-Abend vor allem für die von Jahr zu Jahr größer werdende Anzahl deutscher und europäischer Besucher zu Ende, die in Bangalore leben und an diesem Abend ein Stück Heimat genießen durften.

Im Rahmen einer Einladung am folgenden Tag in den noblen Gesellschaftsclub „Bangalore Club“ bedankten sich alle Sponsoren, Organisatoren sowie der deutsche Generalkonsul herzlich bei den Reisbacher Musikanten für das mehr als gelungene Oktoberfest.

Zur gleichen Zeit waren in diesem Jahr auch erstmals 25 Schüler des Gymnasiums Landau bei einem Schüleraustausch an der Indus-School in Bangalore zu Gast. Im Rahmen eines deutsch-indischen Abends mit mehreren hundert Schülern und Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft durften die Reisbacher Musikanten bei einem Gastauftritt auch hier einen Teil der bayerischen Kultur vorstellen. Mit einem tosenden Applaus wurde dieses kurze Gastspiel der Reisbacher an der Indus-School belohnt und mit einem herrlichen Abend-Buffet im Park der Schule abgerundet.

Noch vor der Abreise aus Indien wurden die Reisbacher Musikanten auch für das Jahr 2010 von der Indo-German Society wieder zum Oktoberfest nach Bangalore eingeladen. Dann nämlich steht das zehnjährige Jubiläum an, das man mit einer besonderen Veranstaltung begehen möchte. Und dabei will man auf die bewährte Musik der Reisbacher natürlich nicht verzichten.

Reisbacher Musikanten wieder in Indien

„Ozapft is“ hieß es auch in diesem Jahr wieder in der indischen Millionenstadt Bangalore. Bereits zum achten Mal veranstaltete die Indo-German-Society ein bayerisches Oktoberfest, wozu wieder die Reisbacher Musikanten unter der Leitung von Johannes Graßl eingeladen wurden und für eine großartige Stimmung sorgten.


Im Jahr 2001 war es als einmaliges Spektakel geplant. Mittlerweile gibt es aufgrund des riesigen Erfolges jedoch die achte Auflage des bayerischen Oktoberfestes in der südindischen High-Tech-Stadt Bangalore. Für eine immer größer werdende Zahl von Gästen ist der Oktoberfestabend zu einem festen und lange ersehnten Termin im Veranstaltungskalender geworden. Mit dem wachsenden Erfolg freut es die  Reisbacher Musikanten natürlich umso mehr, dass sie bei diesem Fest mittlerweile als  Hauskapelle Jahr für Jahr gebucht werden. Die indische Kingfisher-Brauerei sowie die Hotelgruppe Taj und auch viele deutsche Unternehmen, die in Bangalore Niederlassungen gegründet haben, wie z.B. Lufthansa, Bosch, Daimler oder auch Mann und Hummel, sorgen dafür, dass durch ihre Unterstützung das Oktoberfest vollständig aus privaten Mitteln finanziert werden kann.    Aus organisatorischen Gründen war man in diesem Jahr allerdings gezwungen, das Oktoberfest an nur einem Abend stattfinden zu lassen. Da die Nachfrage nach Tickets aber das Angebot um ein Vielfaches überstieg, war der Festsaal des Luxushotels Taj Residency mit weit über tausend Gästen mehr als überfüllt. In ausgelassener Feierlaune konnten sich die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur bei bayerischem Essen und bayerischer Blasmusik im blau-weiß dekorierten Saal wie in einem Bierzelt mitten in Bayern fühlten.

Offiziell eröffnet wurde das Oktoberfest heuer vom deutschen Generalkonsul Stefan Graf mit dem Anzapfen des ersten Fasses Bier. Für ihn war dieser Abend leider auch mit etwas Wehmut verbunden, denn nach neun Jahren in der deutschen Vertretung in Indien wird er im kommenden Jahr nach Berlin zurückkehren. Der deutsche Generalkonsul bedankte sich deshalb ausdrücklich bei den mittlerweile guten Bekannten aus Reisbach für das jährliche Gastspiel in Bangalore. Auch der Bürgermeister der acht-Millionen Metropole Bangalore war beim Oktoberfest anwesend und überreichte den Reisbacher Musikanten ein Gastgeschenk als Dank für den wunderbaren Abend. Eine Überraschung der besonderen Art war es dann für alle Gäste, als der Indien-Chef des deutschen Software-Unternehmens SAP auf die Bühne kam und zusammen mit den Reisbachern musizierte.

Viel zu schnell ging der Oktoberfest-Abend vor allem für die von Jahr zu Jahr größer werdende Anzahl deutscher und europäischer Geschäftsleute zu Ende, die in Bangalore leben und an diesem Abend ein Stück Heimat genießen durften. Von gemütlicher bayerischer Blasmusik über bayerische Stimmungsmusik bis hin zur Rockmusik am späten Abend kamen die Gäste aus der ganzen Welt auf ihre Kosten. Im Rahmen einer Einladung am folgenden Tag in den noblen Gesellschaftsclub „Bangalore Club“ bedankten sich alle Sponsoren und Organisatoren herzlich bei den Reisbacher Musikanten für das mehr als gelungene Oktoberfest. Auch für das Jahr 2009 wurde dabei bereits wieder eine Einladung ausgesprochen um auch im nächsten Jahr wieder ein Stück Bayern nach Indien zu bringen.

Reisbacher Musikanten wieder in Indien

Dingolfinger Anzeiger / Landauer Zeitung im November 2007

Zum siebten Mal in Folge wurden die Reisbacher Musikanten unter der Leitung von Johannes Graßl zu bayerischen Oktoberfesten nach Indien eingeladen. Neben zwei großartigen Veranstaltungen in Bangalore waren die Reisbacher in diesem Jahr auch erstmals in der Hauptstadt Delhi zu Gast.

Für eine jährlich immer größer werdende Zahl von europäischen und indischen Gästen ist es ein lange ersehnter Termin: Das inzwischen traditionelle Oktoberfest  in Bangalore. Dank der großen Erfolge aus den letzten Jahren wurden die Reisbacher Musikanten dafür auch in diesem Jahr von den Organisatoren nach Indien geholt.  Das von Jahr zu Jahr gestiegene Interesse am wohl exotischsten Oktoberfest hat die Indo-German-Society, in deren Händen diese Veranstaltung liegt, allerdings vor ein Problem gestellt: Schon im vergangenen Jahr wurde der Saal des Hotel Taj Residency mit seinen 900 Plätzen zu klein, weshalb man sich heuer dazu entschieden hat, gleich an zwei Abenden ein Oktoberfest zu veranstalten, um der wachsenden Besucherzahl gerecht zu werden. Dieser Schritt wurde belohnt. Denn auch der zweite Abend des Oktoberfestes war restlos ausverkauft.  Routiniert dekorierte man dazu im Vorfeld den Ballsaal des Luxushotels in eine bayerische Festhalle mit einem weiß-blauen Farbenmeer. Eröffnet wurde die Veranstaltung – standesgemäß nach bayerischem Vorbild – mit dem Einmarsch der Blaskapelle und dem Anzapfen des ersten Fasses Bier. Da der Schirmherr der Veranstalung, Staatsminister Erwin Huber in diesem Jahr nicht persönlich anwesend sein konnte, lag diese Ehre heuer in den Händen des deutschen Generalkonsuls  Stefan Graf sowie des Vorsitzenden der Indo-German-Society Shri Haldar.

Die Reisbacher Musikanten mit Generalkonsul Stefan Gräf

Innerhalb kürzester Zeit fühlten sich die Besucher dank des originalgetreuen Ambientes und der stimmungsvollen bayerischen Musik der Reisbacher Musikanten wie in einem bayerischen Bierzelt und weniger wie in einem asiatischen Luxushotel. Ganz besonders überrascht von der tollen Atmosphäre auf dem Oktoberfest war eine Delegation der IHK Bayern, die mit einem Stand auf der zur selben Zeit stattfindenden Computermesse in Bangalore vertreten war und die heimatliche Stimmung auf dem bayerischen Volksfest sichtlich genoss.

Den vielen positiven Rückmeldungen an den beiden Abenden zufolge schätzten die Gäste der Oktoberfeste besonders die große Bandbreite des Repertoires der Reisbacher Musikanten. Von gemütlicher bayerischer Blasmusik über bayerische Stimmungsmusik bis hin zur Rockmusik am späten Abend kamen alle Besucher auf ihre Kosten. So verwunderte es nicht, dass die Reisbacher auch für das Jahr 2008 bereits wieder eine Einladung nach Indien erhalten haben.

Als besonderes Dankeschön für die tolle Stimmung auf dem Oktoberfest wurden die niederbayerischen Gäste in diesem Jahr zu einer zweitägigen Safari in den nahe gelegenen Nationalpark „Nagarhole“ eingeladen. Alleine eine Busfahrt durch das Land (6 Stunden für 200 km!) ist in Indien immer ein Erlebnis für sich. Zum einen ist hier die atemberaubend schöne Landschaft mit endlosen grünen Reisfeldern und Palmenhainen zu bewundern, andererseits wird aber auch das extreme Wohlstandsgefälle gegenüber der High-Tech Stadt Bangalore deutlich. Im Nationalpark entlang des Kabini-River erwartete die Reisbacher dann in einer wunderbaren Landschaft eine exotische Tierwelt mit Krokodilen, Affen, Rehen und Elefanten.

Nachdem die Reisbacher in den vergangenen Jahren bereits in die Metropolen Bombay und Kalkutta eingeladen waren, durften sich die bayerischen Musiker in diesem Jahr über ein weiteres Engagement in der indischen Hauptstadt Delhi freuen. In einem Hotel-Resort am Rande der Stadt luden erstmals die deutsche Spedition Schenker sowie die Lufthansa zu einem Oktoberfest ein. Unter freiem Himmel glich diese Veranstaltung dann aber doch eher einem großem Gartenfest, was allerdings der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Unweit der indischen Hauptstadt liegt die wohl bekannteste und am meisten besuchte Sehenswürdigkeit Indiens, das Taj Mahal. Auf Einladung der Organisatoren des Oktoberfestes in Delhi hatten die Reisbacher Musikanten die Möglichkeit, während ihrer Indienreise dieses Wahrzeichen des Landes in der Stadt Agra zu besuchen. Als ein Bauwerk der Liebe ließ der indische Kaiser Shah Jahan dieses architektonische Meisterwerk vor über 350 Jahren als Grabmal für seine Gattin errichten. Die Reisbacher durften diesen faszinierenden Bau bei Tagesanbruch bewundern, wobei die aufgehende Sonne den weißen Marmorbau aus dem Morgennebel heraus märchenhaft hell erleuchtete.  Wesentlich unbekannter, jedoch nicht weniger beeindruckend, war der Besuch der ehemaligen Burg- und Festungsanlage der indischen Kaiser in Agra. Im Inneren der zweieinhalb Kilometer langen Burgmauer befinden sich verschiedene Paläste, Moscheen und Höfe, die den Reichtum der ehemaligen Mogulkaiser erahnen lassen.   Im extremen Gegensatz zu dieser Schönheit des Taj Mahal und des Roten Forts sowie dem Reichtum vieler indischer Geschäftsleute in den Städten konnten sich die Reisbacher während der Fahrten durch das Land auch ein Bild über die Lebensbedingungen großer Teile der indischen Bevölkerung machen. In ärmlichen Behausungen und bei erschütternden hygienischen Verhältnissen geht der oft zitierte Wirtschaftsaufschwung Indiens an dieser Bevölkerungsschicht völlig vorbei. Angesichts dieser Bilder wissen die bayerischen Gäste den Wohlstand in ihrer Heimat nun umso mehr zu schätzen.   In den 10 Tagen ihrer Reise durch den indischen Subkontinent konnten die Reisbacher Musikanten auch im inzwischen siebten Jahr viele wertvolle neue Eindrücke und Erlebnisse sammeln und als Botschafter der bayerischen Blasmusik wieder einen Teil der bayerischen Lebensart nach Asien tragen.

Reisbacher Musikanten in Dubai

Dingolfinger Anzeiger / Landauer Zeitung / Landauer Neue Presse im August 2006:

Eine achttägige Reise führte die Musiker unter der Leitung von Johannes Graßl in das Wüsten-Emirat Dubai am Persischen Golf. Musikalischer Höhepunkt war ein Auftritt im neu erbauten Ski-Zentrum.

Eine traditionelle orientalische Stadt ist Dubai schon lange nicht mehr. Denn seit vor über 40 Jahren riesige Erdölvorkommen unter dem unfruchtbaren Wüstensand entdeckt wurden, entwickelte sich die einstige Fischer- und Perlentauchersiedlung zur modernsten und luxuriösesten Metropole im gesamten Orient. Gleich am ersten Tag nach der Ankunft im heißen Wüstenklima konnten die Reisbacher Musikanten diese Entwicklung bei einer ausführlichen Stadtbesichtigung nachvollziehen: beeindruckende Hochhausriesen, elegante Hotelkomplexe, künstliche Inseln vor der Küste und scheinbar unzählige riesige Shopping-Center dokumentieren den Reichtum dieser Region, in der Trinkwasser doppelt so teuer ist wie Benzin.

Aus einer ganz anderen Perspektive erlebten die bayerischen Gäste die moderne, beleuchtete Skyline Dubais während einer abendlichen Schifffahrt auf einer traditionellen Dhow. Entlang eines natürlichen Meersarms, der die Stadt in zwei Teile zerschneidet, führte die romantische Route bei einem Candellight-Dinner bis zum Persischen Golf.

Das Erdöl machte die Vereinigten Arabischen Emirate reich. Und gerne zeigt man auch diesen Wohlstand. Eines der berühmtesten Beispiele dafür ist das Hotel Burj al Arab, das als eines der luxuriösesten Hotels der Welt gilt. Seine besondere Architektur in Form eines riesigen Segels und seine besondere Lage auf einer künstlichen Insel vor der Küste haben das Hotel zum Wahrzeichen der Stadt Dubai gemacht. Natürlich war es ein ganz besonderes Erlebnis für die Reisbacher, einen Nachmittag in der Luxus-Herberge verbringen zu dürfen. Beim „Afternoon-tea“ im 27. Stock des Hotels eröffnete sich für die bayerischen Besucher ein atemberaubender Ausblick auf das Arabische Meer und die moderne Wüstenstadt.

Ein Besuch in Dubai wäre sicherlich unvollständig, wenn man nicht die unmittelbar vor den Toren der Stadt liegende Sandwüste hautnah erleben würde. Deshalb unternahmen die Gäste aus dem Vilstal während ihres Aufenthaltes auch eine eintägige Wüstensafari. Erfahrene Chauffeure kutschierten die Reisbacher in einem Konvoi von Geländewägen aus der Stadt hinaus in die endlose Dünenlandschaft. Die Fahrt dorthin glich aber weniger einer Autofahrt als mehr dem Besuch einer Achterbahn, denn der Weg führte abseits der wenigen Straßen quer über die steilen Sanddünen. Scheinbar am Ende der Welt richteten die Organisatoren ein Wüsten-Camp für das abendliche Grillbuffet ein. Bei Lagerfeuer unterm Sternenhimmel, orientalischem Bauchtanz und traditioneller Wasserpfeife bot sich für die Niederbayern eine äußerst eindrucksvolle und fast schon märchenhafte Stimmung, die den Tag in der Wüste zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ.

Bei Sommertagen mit bis zu 50°C ist es gut nachvollziehbar, dass sich auch die Bewohner der Wüstenstadt selbst nach angenehmen Abkühlungen sehnen. Vor kurzem entstand daher eine der bislang wohl unglaublichsten Attraktionen: Die Skihalle „SkiDubai“, in der täglich bis zu 2000 Besucher auf der Piste oder der Rodelbahn die Alpen im Kleinformat erleben können.

Um diese Kopie der bayerischen Berge zu vervollkommnen, engagierten die Betreiber der Skihalle die Reisbacher Musikanten, um an einem Tag auch musikalisch für die entsprechende Stimmung zu sorgen. Schon das Eröffnungskonzert in der Eingangshalle des Skizentrums, das direkt an die größte Shopping-Mall Dubais mit über 450 Geschäften angeschlossen ist, zog sehr viele interessierte internationale Besucher an. Anschließend wurden die Musikanten von den Betreibern der Skihalle mit warmer Skikleidung ausgestattet, um für den zweiten Teil des spektakulären Auftritts gewappnet zu sein: Bei -1°C in der „Talstation“ präsentierten die Reisbacher bayerische Blasmusik und ließen so manchen Besucher vergessen, dass man sich nach wie vor in der arabischen Wüste und nicht in den Alpen befand.

 „Die Welt nach Dubai bringen“ lautet ein Motto der Wüstenstadt am Persischen Golf, was in zahllosen kostspieligen Bauwerken und Projekten offensichtlich gelungen ist. Auch die Reisbacher Musikanten duften bei ihrer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate einen Beitrag dazu leisten, dass ein kleines Stück Bayern nach Dubai gebracht wurde. Nach einer Woche im Orient mit beeindruckenden Bildern, herzlicher Gastfreundschaft der Araber und einem sehr erfolgreichen musikalischen Auftritt freute man sich bei der Ankunft in Bayern – zumindest kurzfristig – auf eine Sache, um die uns die Dubaier bei allem Reichtum oftmals beneiden: kühles Regenwetter.

Reisbacher Musikanten auf Malta

Dingolfinger Anzeiger / Landauer Zeitung im August 2005:

Auf Einladung der Count Roger Band aus Rabat verbrachten die Reisbacher Musikanten unter Leitung von Johannes Graßl eine Woche auf der Mittelmeerinsel Malta bei großartigen und herzlichen Gastgebern. Ein zweitägiges bayerisches Volksfest fand überwältigenden Anklang bei der einheimischen Bevölkerung.

Seit gut einem Jahr zählt auch der Mittelmeerstaat Malta zu den Mitgliedern der Europäischen Union. Mit einer Länge von 27 km und einer Breite von 15 km stellt die Insel Malta auf der Karte jedoch nur einen winzigen Punkt im Mittelmeer dar und ist deshalb relativ wenig bekannt. Umso reizvoller war es für die Reisbacher Musikanten, einen Kulturaustausch mit einem maltesischen Blasorchester zu initiieren.

Nachdem im September letzten Jahres bereits über 100 maltesische Musiker und deren Begleiter für eine Woche in Reisbach zu Gast waren, wurden die Reisbacher Musikanten nun in diesem Jahr auf die Mittelmeerinsel zu einem Gegenbesuch eingeladen. Neben 40 Musikern reisten auch 30 weitere Freunde und Bekannte des Blasorchesters mit nach Malta, die sich die hervorragende Möglichkeit, Land und Leute kennen zu lernen, nicht entgehen lassen wollten.

Ziel dieses Austausches zwischen den beiden Blasorchestern war es nicht, nebeneinander, sondern miteinander das jeweils andere Land und dessen Bevölkerung kennen zu lernen. Gleich am ersten Abend wurden deshalb alle Gäste und beteiligten Organisatoren vom Hauptorganisator und Sponsor Tony Fenech, einem maltesischem Geschäftsmann, zu einer überwältigenden Willkommensfeier in ein altes Adelshaus eingeladen. Schon hier konnten die niederbayerischen Gäste die Offenheit und Herzlichkeit der Gastgeber erleben, die sich während des gesamten Aufenthaltes fortsetzte.

Der musikalische Höhepunkt der Reise war zweifellos die Gestaltung eines original bayerischen Volksfestes in der Stadt Rabat, dem Heimatort der Count Roger Band.

Während ihres letztjährigen Aufenthaltes in Reisbach waren die maltesischen Gastgeber nämlich derart von der bayerischen Lebensart begeistert, dass sie nun in diesem Jahr auch auf Malta ein großes bayerisches Volksfest veranstalten wollten, um auch der gesamten Bevölkerung der Stadt Rabat die Möglichkeit zu geben, einen Teil der bayerischen Kultur kennen zu lernen. Damit das Fest so originalgetreu wie möglich war, wurde eigens die Festwirtsfamilie des Dingolfinger Kirta, Familie Beck vom Gasthof Räucherhansl, engagiert um für das leibliche Wohl der Gäste während des zweitägigen Festes zu sorgen.

Eröffnet wurde dieses für Malta ungewohnte Spektakel mit einem Festzug der beiden Blasorchester durch die Gassen der Stadt hin zum Stadtplatz, auf dem ein bayerisches Festzelt aufgebaut war. Über 2000 Gäste waren an den beiden Tagen von dieser Idee, ein bayerisches Volksfest zu veranstalten, begeistert. Den Besuchern wurde dabei von den Musikanten aus dem Vilstal mit bayerischer Blasmusik, Schuhplattlern, Alphorn bis hin zu moderner Stimmungsmusik die gesamte Bandbreite ihres Repertoires dargeboten. Neben den Reisbacher Musikanten wurde für dieses Fest auch die amerikanische Sängerin Dorothea Lorene engagiert, die verschiedene Shows in Las Vegas und Berlin bestreitet. Das großartige Echo der Besucher auf dieses bayerische Volksfest veranlasste die Organisatoren, die Reisbacher Musikanten bereits für das kommende Jahr wieder nach Malta einzuladen und vielleicht zu einer regelmäßigen Einrichtung reifen zu lassen.

Nachdem nun die Reisbacher während des zweitägigen Festes einen Teil ihrer bayerischen Kultur vorgestellt haben, war reichlich Gelegenheit, um auch die vielfältige und äußerst reiche maltesische Kultur kennen zu lernen.

Knapp 100 km südlich von Sizilien und 200 km nördlich von Afrika liegt die Republik Malta im Mittelmeer zwischen Europa und Afrika. Entsprechend abwechslungsreich war auch die Geschichte Maltas, bei der jede Zeit ihre Spuren hinterließ.

Die wohl bis heute für Malta prägendsten Herrscher waren sicherlich die Kreuzritter des Johanniterordens, die 1530 nach Malta kamen und über 270 Jahre auf der Insel herrschten. Aufgrund ihrer neuen Heimat auf der Insel Malta sind die Mitglieder dieses Ordens heute mehr als “Malteser” denn als “Johanniter” bekannt. Während dieser Herrschaft der Johanniter erlebte Malta seinen kulturellen Höhepunkt, wovon Valletta, eine planmäßig angelegte Festungsstadt und heutige Hauptstadt Maltas, ein eindrucksvolles Zeugnis abgibt. Die ehemalige Residenzstadt der Johanniter ist ein einziges bewohntes Freilichtmuseum, das von den mächtigsten Befestigungsanlagen der Welt umgeben ist.

Besonders stolz waren die Gastgeber der Count Roger Band, den Gästen aus Niederbayern die Grotte des Heiligen Paulus zeigen zu können, die sich in ihrer Heimatstadt Rabat befindet. Der Legende zufolge erlitt dessen Schiff bei der Überfahrt von Griechenland nach Italien einen Schiffbruch weshalb Paulus drei Monate auf der Insel verweilte. Äußerst beeindruckend war für die Musiker auch die Besichtigung der Katakomben der Stadt Rabat, in denen in den frühchristlichen Zeit die Bestattungen stattfanden. Diese unterirdischen Grabanlagen wurden in den weichen Kalkstein gehauen und verlaufen in einem Gewirr unterhalb der heutigen Stadt.

Aufgrund des sehr begrenzten Raumes auf der Insel und der dennoch fast 400.000 Bewohner ist Malta das Land mit der drittgrößten Bevölkerungsdichte der Erde. Ein Großteil der Insel besteht demzufolge aus Siedlungen, weshalb die bayerischen Gäste oft den Eindruck hatten, sich in einer einzigen großen Stadt zu befinden. Umso abwechslungsreicher war deshalb für die Reisbacher ein Tagesausflug auf die ebenfalls zur Republik Malta gehörige Nachbarinsel Gozo. Im Gegensatz zur Hauptinsel Malta beeindruckt Gozo weniger durch seine kulturellen Sehenswürdigkeiten als vielmehr durch seine grüne, von Agrarwirtschaft geprägte Landschaft mit Steilküsten und dazwischenliegenden Buchten. Da diese Nachbarinsel nur 6 km von Malta entfernt ist, leben auch hier einige Musiker der Count Roger Band, für die es eine Selbstverständlichkeit war, die Gäste aus Bayern auf ihrer Heimatinsel zu begrüßen.