Reisbacher Musikanten wieder in Indien

Bereits zum zwölften Mal in Folge wurden die Reisbacher Musikanten mit Johannes Graßl in die südindische Millionenstadt Bangalore eingeladen und sorgten auch in diesem Jahr für eine großartige Stimmung beim bayerischen Oktoberfest.  

Als vor zwölf Jahren eine kleine Gruppe indischer und deutscher Geschäftsleute die Idee hatte, einmalig einen bayerischen Abend im fernen Indien abzuhalten, ahnte damals wohl niemand, dass sich daraus innerhalb weniger Jahre eine der beliebtesten Veranstaltungen in der indischen Metropole Bangalore entwickeln würde.

Ein Hauptgrund für den großen Erfolg dieser Veranstaltung ist sicherlich das Bemühen um eine möglichst originalgetreue Kopie des bayerischen Vorbildes. Wenngleich es anstatt eines Festzeltes zwar der Saal eines Luxushotels ist, vermittelt dieser mit Bierzeltgarnituren und weiß-blauer Dekoration dennoch eine gemütliche bayerische Volksfest-Atmosphäre. Nicht zuletzt aber die original bayerische Blasmusik der Reisbacher Musikanten trägt zum Erfolg des indischen Oktoberfestes bei. Seit zwölf Jahren sind die Reisbacher für die Stimmung verantwortlich und präsentierten neben traditioneller bayerischer Musik deshalb auch eigens einstudierte indische Bollywood-Songs und rockige Klänge zu fortgeschrittener Stunde.

Die indische Kingfisher-Brauerei sowie die Hotelgruppe Taj und auch viele deutsche Unternehmen, die in Bangalore Niederlassungen gegründet haben, wie zum Beispiel Lufthansa, Bosch, SAP oder Mercedes-Benz sorgen dafür, dass durch ihre Unterstützung das Oktoberfest seit zwölf Jahren vollständig aus privaten Mitteln finanziert wird.

Schon im Vorjahr konnte sich der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Ingo Karsten, mit dem Anzapfen des ersten Fasses vertraut machen, so dass er heuer in beinahe geübter Art und Weise mit zwei Schlägen das bayerische Oktoberfest in Indien offiziell eröffnen konnte. Trotz einer Vielzahl von Veranstaltungen während des ganzen Jahres betonte der deutsche Generalkonsul in seiner Begrüßungsrede die herausragende Stellung des bayerischen Oktoberfestes mit seiner großartigen Stimmung und der herzlichen Atmosphäre. Für viele Deutsche, die in Bangalore arbeiten, ist das mittlerweile traditionelle Oktoberfest ein Höhepunkt im Jahreskalender. Weit über tausend Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur füllten den Festsaal bis zum letzten Platz. „Wenngleich ein Oktoberfest mit bayerischer Blasmusik natürlich nur ein sehr kleiner Ausschnitt der bayerischen Kultur ist, trägt diese Veranstaltung doch erheblich dazu bei, ein positives Bild Bayerns und somit auch Deutschlands in Indien zu verbreiten“, so  Generalkonsul Karsten weiter.   

Mittlerweile verbindet die Reisbacher Musikanten mit Indien weit mehr als nur ein jährliches musikalisches Engagement. Im Laufe der Jahre haben sich bei den Gastspielen eine Vielzahl von freundschaftlichen Kontakten zu den deutschen und indischen Besuchern ergeben, die auch außerhalb der Oktoberfestzeit gepflegt werden. Deshalb verwundert es nicht, dass die Organisatoren der Indo-German-Society mit ihrem Vorsitzenden Subrato Haldar auch bereits für das kommende Jahr bei den Reisbacher Musikanten angefragt haben, als „Hauskapelle“ die nächstjährige Auflage des bayerischen Oktoberfestes in Bangalore zu gestalten.